Dieses
zwei-bändige Werk liefert dem Laien und Anfänger hervoragende Informationen
welche zudem günstig ist.
Modalitäten:
Verschlechterung : bei Beginn der Bewegung, Nässe, kalter Wind, feuchtes
Wetter, Winter, Kratzen, nachts, Ruhe, Kälte, kalte Getränke.
Besserung: fortgesetzte Bewegung, Wärme, warme Umschläge, warme
Getränke, harte Unterlage, Massage.
Indikationen:
Allergien, Augenentzündung, Durchfall, Fieber, Fieberbläschen, Geburt,
Gelenkentzündung, Grippe, Gürtelrose, Husten, Mumps, Muskelkater,
Muskelkrämpfe, Muskelschmerzen, Nackensteifheit, rheumatische Beschwerden
(akute), Rückenschmerzen, Scharlach, Schleudertrauma, Schwangerschaftsbeschwerden,
Schwindel, Sehnenscheidenentzündung, Tennisellbogen, Verbrennungen, Verletzungen,
Verstauchung, Windpocken, Zahnschmerzen, Zerrung.
Die Beschwerden dieses Arzneimittels entwickeln sich durch die Einwirkung
von kaltem, feuchtem Wetter (Regen), besonders wenn der Patient vorher erhitzt
war und geschwitzt hat. Kommt es dann zu einer Erkältung, zu Grippe und
zu Fieber, empfinden die Patienten Schmerzen in den Gliedern, als seien diese
lahm, gequetscht oder zerschlagen. Typischerweise bessern sich die Beschwerden
durch fortgesetzte Bewegung, obwohl diese zu Beginn durchaus als unangenehm
empfunden wird. Diese Besserung durch Bewegung führt dazu, daß
der Patient ständig in Bewegung ist. So entsteht der Eindruck einer großen
Unruhe, die aber nicht mit der ängstlichen Unruhe von Ars. oder Acon.
verwechselt werden darf.
Hat der Patient auch Rückenschmerzen, will er auf einer harten Unterlage
liegen. Die Beschwerden werden auch durch Wärme gebessert und durch Kälte
verschlechtert.
Die Zeit der Verschlechterung ist der Abend und die Nacht.
Der Schnupfen ist heftig und der Kranke muß häufig niesen (richtige
Anfälle). Die Absonderung aus der Nase ist dick, gelb und übelriechend.
Im Fieberfrost kann der Kranke das Gefühl von kaltem Wasser haben, das
über ihn gespritzt oder gegossen wird.
Der Husten ist er trocken, quälend und in der Nacht besonders schlimm
(so daß der Kranke nicht einschlafen kann, oder der Schlaf zumindest
gestört ist). Er wird schlimmer im Fieberschauer oder wenn der Patient
sich abdeckt oder auch nur eine Hand unter der Bettdecke herausstreckt.
Rhus-t. wirkt auch auf die Gelenke, Sehen und Bänder. Deshalb kommt es
besonders bei Verstauchungen und Zerrungen in Frage.
Wie bei den anderen Erkrankungen werden die Beschwerden durch warme Anwendungen
und durch fortgesetzte Bewegung gebessert (obwohl die Bewegung anfangs nicht
gut tut).
Schlimmer werden die Beschwerden durch kalte Anwendungen.
Es ist gut geeignet für die Folgen von Überheben, zum Beispiel wenn
dadurch Rückenschmerz oder Ischias auftritt.
Wie Arn.. passt es für Zustände nach körperlicher Überanstrengung.
Arn. hat im Gegensatz zu Rhus-t. aber Verschlimmerung durch Bewegung und Besserung
im Freien.
Rhus toxicodendron, Giftsumach, ist ein in Nordamerika heimischer
und auch in Europa vorkommender Strauch.Eine leichte Berührung dieser
Pflanze verursacht einen heftigen, juckenden Ausschlag, aus dem sich Fieber,
Drüsenschwellungen und Gelenkschmerzen entwickeln können. Die Urtinktur
wird aus den frischen Blättern zubereitet.
Dieses Mittel hat eine starke Wirkung auf den Bewegungsapparat, vor allem
auf die Bänder, Sehnen und Muskulatur. Typisch ist die Verschlimmerung
aller Symptome in Ruhe. Der Patient ist sehr unruhig. Er muss sich dauernd
bewegen. Auffallend dabei ist, dass sich die Beschwerden zu Beginn der Bewegung
deutlich verschlimmern. Sobald der Patient jedoch in Bewegung ist, bessern
sich seine Schmerzen. Häufig treten die Beschwerden nach Überanstrengung
oder Verheben auf, wie wir es vom Tragen schwerer Lasten kennen.
Oft wird Rhus toxicodendron gebraucht, wenn sich ein erhitzter Körper
zu schnell abkühlt. Deshalb wird Rhus toxicodendron auch als Sportler-
oder Athletenmittel bezeichnet. Z.B. wenn ein Jogger unterwegs vom Regen durchnässt
wird oder ein Alpinist sich auf dem Gipfel erkältet, da der verschwitzte
Körper durch den Wind zu schnell abgekühlt wurde. Man unterscheide
im Gegensatz dazu Dulcamara, das ebenfalls bei Beschwerden von Durchnässung
oder starker Abkühlung zur Anwendung kommt, aber nicht bei einem erhitzten
und verschwitzten Körper.
Ferner ist Rhus toxicodendron ein wichtiges Heilmittel bei Krankheiten mit
einem bläschenförmigen Hautausschlag. Sämtliche Beschwerden
werden besser durch Wärme und schlimmer durch Kälte.
Leitsymptome:
Reißende Schmerzen in Sehnen, Bändern und Muskeln.
Grosse Ruhelosigkeit und Unruhe mit Bewegungsdrang.
Kann nicht ruhig sitzen oder liegen.
Steife Glieder. Anlaufschmerzen.
Brennender, juckender Bläschenausschlag. Folgen von:
Körperlicher Anstrengung, sportlicher Überanstrengung, Verheben,
Überbelastung, Zugluft, Schwimmen in kaltem Wasser, Schwitzen mit plötzlicher
Abkühlung, Nasswerden im Regen, Unterkühlung, kaltem Duschen, langem
Sitzen auf Flugreisen.