Ein
aufschlußreiches Buch über die Beziehung von Samuel Hahnemann und
Clemens von Bönninghausen. Eine Fundgrube für Homöopathen und
Medizinhistoriker.
as Asthma seines Sohnes verschlimmert sich immer mehr. Eine
Heilung mit Phosphorus erfolgt später durch ihn selbst. Wie nicht anders
zu erwarten, stürzt sich von Bönninghausen nach seiner Heilung mit
Eifer in die Homöopathie und steht mit Hahnemann in Briefkontakt.
Im Jahre 1833 kommt es zu einem ersten
Treffen mit Dr. Samuel Hahnemann anläßlich seiner Promotionsfeier
in Köthen. 1827 erkrankt er selbst an Tuberkulose. Sein Freund, Dr. Weihe,
einer der ersten homöopathischen Ärzte in Rheinland und Westphalen
heilt ihn mit Pulsatilla.
In den Jahren 1831 bis 1833 veröffentlicht von Bönninghausen 7 Werke
zur klassischen Homöopathie. An einem Ileus erkrankt, beschließt
er an der 30. Verdünnung von Thuja zu riechen und ist innerhalb von 10
Minuten geheilt.
König Friedrich Wilhelm IV. erteilt ihm 1843 die Erlaubnis, als Nichtarzt
zu praktizieren, und so wird er schnell über die Landesgrenzen hinaus
bekannt. Besonders bekannt wurde er durch die Behandlung der Dichterin Annette
von Droste-Hülshoff, aber auch Kaiserin Eugenie von Frankreich profitierte
von seinem Wissen. Er bevorzugte die 200. Potenz.
Er starb am 26. Januar 1864 im Alter von 79 Jahren.